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Dr. Gretel Evers-Lang & Dr. Guido Jörg Lang


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Parodontose / Parodontitiswenn sich das Zahnfleisch entzündet ...

Behandlungsraum

Die Parodontitis, im Volksmund Parodontose genannt, gilt heute als die häufigste Ursache für Zahnverlust im Erwachsenenalter: Ewa 70 % der 35 - 44-Jährigen und sogar 90% der über 65-Jährigen leiden daran.

Gesundes Zahnfleisch erkennt man an seiner blassrosa Farbe. Die Zahnzwischenräume sind vollständig ausgefüllt und bluten bei Berührung nicht. Gerötetes und geschwollenes Zahnfleisch, Zahnfleischbluten sowie Mundgeruch sind oft die ersten Vorboten einer Erkrankung des Parodontiums, das heißt einer Entzündung von Zahnfleisch und Zahnhalteapparat. Im weiteren Verlauf bildet sich das Zahnfleisch zurück und die Zähne können sich lockern - Anzeichen, die Sie so schnell wie möglich behandeln lassen sollten. Denn ebenso wie bei Karies ist eine Früherkennung der Parodontose entscheidend für den Behandlungserfolg. Unbehandelt kann sich die Entzündung vom Zahnfleisch bis in den Kieferknochen hinein ausbreiten und im schlimmsten Fall zum Zahnverlust führen.

Ursachen und Risikofaktoren für Zahnfleischentzündungen

Eine Parodontitis ist anfangs in der Regel nur wenig schmerzhaft und verläuft häufig langsam und schleichend. Ursache ist bakterieller Zahnbelag (Plaque), der Entzündungen am Zahnfleisch und am Zahnbett hervorruft. Die Zahnfleischentzündung (Gingivitis) breitet sich schrittweise bis in den Kieferknochen aus. Es bilden sich sogenannte Zahnfleischtaschen. Das Gewebe lockert immer mehr auf, so dass der betroffene Zahn an Halt verliert und schließlich ausfällt.

Zahnfleischprobleme sind oft "hausgemacht", denn Zahnbeläge, Zahnstein, unzureichende Mundhygiene, Rauchen, Diabetes, Karieserkrankungen, Stress, unausgewogene Ernährung, Zähneknirschen oder Piercings können die Mundgesundheit negativ beeinflussen. Zu den weiteren Risikofaktoren zählen Immunschwäche, Hormonumstellungen in der Schwangerschaft sowie genetische Veranlagungen.

Parodontose: Gefahren für die allgemeine Gesundheit

Nicht nur für Ihre Zahngesundheit, sondern auch für Ihre allgemeine Gesundheit spielt das Zahnfleisch eine wichtige Rolle. Über die Wunde zwischen Zahnfleisch und Zahnwurzel können die Bakterien aus der Mundhöhle in die Blutbahn gelangen und dadurch auch an weit entfernten Stellen im Körper Entzündungen auslösen. Wissenschaftliche Studien belegen eine Wechselbeziehung zu Diabetes und erhöhte Risiken für Frühgeburten und Herz-Kreislauferkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall. Eine konsequente Parodontitis-Behandlung wirkt sich daher nicht nur positiv auf Ihre Zahngesundheit aus, sondern schützt auch Ihr Herz und die Gefäße.

Mit gründlicher Mundhygiene und Prophylaxe vorbeugen

Um einer Parodontitis oder ihrem Wiederaufflammen vorzubeugen, ist eine gründliche Mundhygiene unumgänglich. Dazu gehören

  • das tägliche häusliche Zähneputzen,
  • eine gute Zahnzwischenraumpflege, z. B. mit Zahnseide oder Interdentalbürsten,
  • Entfernung von Belägen auf dem Zungenrücken sowie
  • die Professionelle Zahnreinigung (PZR) in unserer Praxis.

Im Rahmen der Professionellen Zahnreinigung entfernen wir bei Ihnen hartnäckige Beläge und Zahnstein und säubern auch Putznischen gründlich, die Sie mit Ihrer Zahnbürste nicht erreichen. Nutzen Sie gerne unseren Recall-Service, der Sie regelmäßig und rechtzeitig an Vorsorgeuntersuchungen und Prophylaxetermine erinnert.

Vorsorge für Schwangere

Werdende Mütter, die unter bakteriellen Zahnfleischentzündungen leiden, tragen ein erhöhtes Risiko für die Gesundheit des ungeborenen Babys. Außerdem kommt es bei Schwangeren infolge der hormonellen Umstellung während der Schwangerschaft häufiger zu Zahnfleischbluten – die ideale Grundlage für Bakterien. Das Risiko für Frühgeburten ist deutlich erhöht. Umso wichtiger sind Zahnpflege, regelmäßige Kontrolluntersuchungen und gezielte Vorsorgemaßnahmen in diesem Zeitraum.

Diagnose und Therapie - frühzeitig und präzise

Die Behandlung Ihrer Zahnfleisch- und Zahnbettentzündung richtet sich nach Art und Schwere der Erkrankung. Mit dem Parodontal Screening Index (PSI) erfassen wir zunächst die Blutungsneigung und die Tiefe Ihrer Zahnfleischtaschen sowie Rauheiten auf den Zahnoberflächen. Der PSI-Index ist ein Kennwert für die Gesundheit Ihres Zahnfleisches. Die Messung erfolgt mit einer dünnen Sonde, mit der wir jeden einzelnen Bereich untersuchen. Aus den Einzelergebnissen errechnet sich ein bestimmter Index-Wert zwischen 0 bis 4, der Auskunft gibt über den Grad Ihrer Zahnfleischerkrankung. Bei 0 sind Zahnfleisch und Zahnbett völlig gesund.

Ziel unserer Parodontitis-Therapie ist die vollständige und gründliche Entfernung von Belägen und Bakterien, die Reduktion der Taschentiefe und die dauerhafte Wiederanlagerung Ihres Zahnfleisches an den Zahn. Ergänzend kann eine Antibiotika-Gabe notwendig sein.

Erhaltungsphase und Prognose

Wichtig für den Behandlungserfolg Ihrer Parodontose ist Ihre unbedingte Mithilfe bei der Einhaltung der mit Ihnen besprochenen Therapiemaßnahmen. Die zahnärztliche Betreuung in Form regelmäßiger Kontrolluntersuchungen und professioneller Zahnreinigungen sind dabei ebenfalls von großer Bedeutung. Damit wir ein eventuelles weiteres Fortschreiten der Parodontitis frühzeitig erkennen und rechtzeitig eingreifen können, ist eine engmaschige Kontrolle Ihrer Zahnfleischtaschen notwendig. Ebenso wichtig ist die eigene sorgfältige Mund- und Zahnhygiene zu Hause.

Nehmen Sie Zahnfleischbluten nicht auf die leichte Schulter und kommen Sie zur Behandlung in unsere Zahnarzt-Praxis.